Besselfunktion
Mittwoch, 30. Mai 2007Smith Chart (s.u.) schön und gut, aber das mich die Besselfunktionen noch mal heimsuchen würden hätte ich nicht gedacht. Womit habe ich das verdient?
Und das EMF1-Skript wäre jetzt auch ganz hilfreich…
Smith Chart (s.u.) schön und gut, aber das mich die Besselfunktionen noch mal heimsuchen würden hätte ich nicht gedacht. Womit habe ich das verdient?
Und das EMF1-Skript wäre jetzt auch ganz hilfreich…
Unglaublich, aber ein solches habe ich heute mal wieder benutzt. Das Besondere daran: es war nicht für eine Rechenaufgabe des Lehrstuhls für Hochfrequenztechnik in Aachen, sondern im Zusammenhang mit einer real existierenden Antenne! Für alle die bisher noch nicht mit Hochfrequenztechnik in Berührung gekommen sind und somit mit dem Begriff nichts anfangen können: hier der Wikipedia-Artikel dazu. Dort kann man sich auch angucken wie besagtes Diagramm aussieht. Ich finde ja, dass es sich auch gut für den Kindergarten eignet, um die Kästchen auszumalen…
Überhaupt, das beste an dem Praktikum ist, dass ich eine Stelle gefunden habe, in der ich zumindest ein paar hart erlernte Kenntnisse aus dem Studium gebrauchen kann. Das soll ja nicht immer der Fall sein.
Außerdem scheint das regnerisch-stürmische Wetter erstmal vorbei zu sein. Die Sonne schein, es sind nur wenige Wolken am Himmel und die Temperaturen steigen. Und am Wochenende kommt meine Freundin zu Besuch! Man könnte fast meinen mir geht’s gut
Aber bevor ich überschnappe reicht ein kurzer Gedanke an die noch immer nicht vollendete Studienarbeit und ich bin ruck-zuck wieder auf dem Boden der Tatsachen.
Für alle, die es noch nicht gesehen haben: die Homepage der RWTH Aachen, also meiner Uni, wurde überarbeitet und “ge-relaunched”. Nun ist auch endlich die Java-basierte Navigation verschwunden. Was sich inhaltlich verändert hat kann ich noch nicht genau sagen. Momentan interessieren mich nur die Webcams um auf das Wetter dort neidisch sein zu können, sowie dem Fortschritt des SuperCs zu folgen.
Zu diesem Ergebnis ist eine “aktuelle Studie” (s. Bericht bei rp-online.de) gekommen. Gut, das ist jetzt kein überraschendes Ergebnis. Nur halte ich diese Studie für nicht besonders repräsentativ, da dafür 1300 Erstsemester befragt wurden! Da muss man sich auch nicht über die Aussage, dass “sich 62% zu regelmäßigen Saufgelagen bekennen” wundern ;). Aber dann auf alle Studenten schließen!…. *Kopf schüttelt*
Die nächste Monate werde ich mich in Madrid aufhalten, um dort mein Praktikum zu machen (ist von der Uni vorgeschrieben). Habe eine Stelle bei “Telefónica I+D” (TID) gefunden. Dass ist der Forschungs- und Entwicklungszweig der Telefónica Gruppe (vergleichbar mit der Deutschen Telekom).
Habe ziemlich schnell eine schöne WG mit drei netten Mitbewohnern gefunden. Und die Kollegen bei TID sind auch sehr nett. Mit meinem Spanisch komm ich gut zurecht. 100% verstehe ich zwar noch nicht, aber das kommt sicher noch. Deshalb bin ich ja unter anderem hier.
Das Wetter ist leider zur Zeit nicht so gut. Mit 8-10°C ist es recht frisch, vor allem der Wind. Es ist hauptsächlich bewölkt und ab und zu regnet es. Es gibt wohl ein Sprichwort das heißt: “Madrid en abril, aguas mil”, also das es im April hier viel regnet. Mal sehen.
Die Fotos wird es hier geben.
Muchos saludos y hasta pronto, Sebastian
Endlich geschafft: seit heute bin ich Klausurfrei! Die Freude ist entsprechend groß bei mir. Jetzt kann ich ganz entspannt nächste Woche nach Madrid fahren, ohne dort noch für die Klausur lernen zu müssen. Tschaka! “Dipl.-Ing.” ich komme! ![]()
Mittlerweile tut sich wieder was am SuperC, dem Prestige-Projekt der RWTH Aachen. Den Baggern kann man, wenn man nicht gerade am Templergraben unterwegs ist, auch bequem über’s Internet zuschauen. Eine Webcam macht’s möglich.
Weitere Webcam in Aachen:
Ja, mein letzter Beitrag ist lang her, aber ich lebe noch! Grund für meine lange Blog-Abstinenz war nicht etwa Schreibfaulheit, sondern, wie eigentlich jedes Jahr in den Semester”ferien”, die Klausurphase. Gut eine Woche muss ich noch durchhalten, dann ist der Stress erstmal wieder vorbei…
Eine Woche noch?! Wie soll ich das bloß überstehen?… :-S
Jedes Jahr ist an der RWTH in der Woche nach Pfingsten Exkursionswoche. Dieses Jahr habe ich sie auch tatsächlich mal für eine Exkursion genutzt. Das Ziel war München. So bekam ich also auch mal die Gelegenheit mir die Hauptstadt des innerdeutschen Auslands anzugucken. Organisiert wurde die Tour vom Lehrstuhl für Allgemeine Elektrotechnik und Datenverarbeitungssysteme kurz EECS (Prof. Noll). Bei diesem Lehrstuhl höre ich zur Zeit die Vorlesung VLSI.
Pfingstdienstag ging es um 6 Uhr morgens in Aachen los: Fahrtrichtung Süden.
Auf dem Hinweg haben wir einen Zwischenstopp bei der Fa. Bosch in Reutlingen eingelegt. Genauer gesagt: der Automobilsparte von Bosch. Dort werden Chips für die Automobilindustrie hergestellt. Sogenannte ASICs (Application Specific Intergrated Circuits). Diese speziellen Chips, z.B. für die Auslösung des Airbags, der Steuerung der Einspritzventile, des ABS, etc., werden dort entworfen und in der eingenen “Fab” hergestellt.
Als wir abends schlussendlich in München eintrafen sahen wir uns der nächsten Herausvorderung gegenüber: der Jugendherberge! Prinzipiell konnte man da schon gut übernachten, aber zwei Duschen pro Etage auf’m Flur, eben so die WC’s, finde ich nicht mehr ganz “state of the art”, aber gut, es waren ja nur vier Tage. Wir kamen uns auf jeden Fall vor wie 14 oder 15. Vor allem der Regeln wegen: Alkohol durfte man nicht auf’s Zimmer nehmen, Nachruhe war schon um 22 Uhr und um 1 Uhr wurde die Jugendherberge abgeschlossen. Letzteres hatte den positiven Nebeneffekt, dass wir immerhin 5 Stunden Schlaf pro Nacht bekamen.
Mittwochs waren wir bei Siemens. Erwartet haben uns da u.a. Vorträge zum Risikomanagement und IPTV. Außerdem eine interessante 3D-Demonstration. Den späten Nachmittag hatten wir zur freien Verfügung und haben ihn genutz, um uns die Münchener Innenstadt mal aus der Nähe anzusehen.
Infineon stand dann donnerstags auf dem Plan. Dies war für mich der interessanteste, aber auch mit Abstand anstrengenste Tag. Wir waren schlussendlich 11 Stunden bei Infineon. Auch dort hörten wir interessante Vorträge und sahen ein paar Abteilungen aus der Nähe (z.B. die Hochfrequenz-Mess-Abteilung). Highlights waren zum einen, dass sich der Vorstandstandsvorsitzende, neudeutsch “CEO”, von Infineon, Wolfgang Ziehbart, Zeit für uns genommen hat. Und zum anderen für mich ganz persönlich, das TEM (Transmissions Elektronen Mikroskop). Mit diesem Gerät konnten wir live bis auf die Atomebene eines Chips zoomen! So haben wir die einzelnen Atome in der Gate-Oxid-Schicht eines MOSFET’s gesehen!! Die ganze Schicht ist dabei in etwa 2 nm (Nanometer) “groß”. Das ist der Millionste Teil eines Millimeters.
Freitag, bevor es dann wieder nach Aachen zurück ging, waren wir dann noch bei Rohde & Schwarz. Dort schon etwas geschafft, haben wir, wie bei den anderen Firmen auch, zunächst einen Überblick über das Unternehmen bekommen. Anschließend wurden uns im Showroom die neuesten Messgeräte (DVB, GSM, Spektrum- und Netzwerkanalysatoren), neben DVB-T Sendeanlagen und Ortungsgeräten gezeigt.
Alles in allem war es eine sehr interessante Exkursion. Nach den vier Tagen war ich aber auch gut geschafft. Es waren doch sehr viele Eindrücke und Informationen, die erst einmal verarbeitet werden wollen. Bleibt noch zu sagen, dass die Qualität des Essens in den Kantinen sich wie eine (streng) monoton steigende Funktion verhielt.
Der ein oder andere Student in Aachen, wird heute etwas schockiert gewesen sein, als er so gegen 13 Uhr im Pontviertel zur Mensa seines Vertrauens ging, denn es war die Hölle los, bzw. die erste Mittagspause der Erstis, die die (Mathe-) Vorkurse besuchen. Nicht nur dass die Mensen voll waren, nein, auch gleich die Cafeterien und sämtliche Döner-Buden, Pizza-Läden, etc.
Um morgen nicht wieder in einer “kilometerlangen” Schlange stehen zu müssen, habe ich gerade mal geguckt, wann die Mittagspause losgeht. Laut dieser Seite, sollte man sich bemühen nicht später als 12:45 Uhr die Mensa zu betreten. Man könnte es natürlich auch später versuchen, so ab 13:30 Uhr, allerdings ist dann damit zurechnen, dass es nicht mehr das angekündigte Essen gibt…. ![]()
In diesem Sinne: Willkommen in Aachen!