Die Sache mit den Nutzungsrechten

Gestern hat Adobe die erste öffentliche Beta-Version von Photoshop Express vorgestellt. Photoshop Express ist quasi eine im Funktionsumfang reduzierte Version der berühmten Bildbearbeitungssoftware Photoshop, oder wenn man so will “Photoshop - Web 2.0 Edition”.
Doch beim Umgang mit den vielen neuen Web 2.0 Plattformen, die das Internet zum “Mitmach-Internet” gemacht haben, vergessen viele sich mit dem Dienst an sich und dem Verbleib der Rechte am Inhalt auseinander zu setzen. Ein etwas größeres Maß an Skepsis und Zurückhaltung wäre eher angebracht, aber auch die Aufklärung über Nutzungs- und Urheberrechte kommt meiner Meinung nach noch viel zu kurz…

Während nun jeder gelernt haben sollte, dass das Herunterladen von Musikstücken und Filmen aus Tauschbörsen die Rechte der Musik und Filmindustrie verletzt, glaube ich, dass kaum einer weiß, dass Fotos, die man von sich bei einem Fotografen hat machen lassen, nicht so einfach veröffentlicht (z. B. im Internet) werden dürfen. Dazu benötigt man die Nutzungsrechte an dem betreffenden Bild (Urteil, hier besonders interessant, dass das Gericht die Bezeichnung “Onlinenutzung” auf Online-Bewerbungen bezieht, nicht jedoch auf die Veröffentlichung des Fotos auf einer Internetseite).

Was mich wieder zurück zu Photoshop Express führt. Um diese Webanwendung zu nutzen, muss man notwendiger Weise die zu bearbeitenden Fotos auf den Server von Adobe hochladen. Noch bevor es bei Heise online zu lesen war, dachte ich mir, dass Adobe sich die Rechte an den zu bearbeitenden Bildern sichert. Das entsprechende Zitat der AGB, sowie eine Übersetzung findet man in dem gerade genannten Artikel.

Doch Adobe ist nicht die einzige Firma, die ähnliche Paragrafen in den AGB stehen hat. Auch die Inhalte, die über ICQ&Co. verschickt werden, dürfen von den Firmen benutzt und an Dritte weitergegeben werden. Aus diesem Grund wurde z.B. an meiner Uni von Studenten ein Jabber-Server eingerichtet und auf das Problem aufmerksam gemacht, dass es gefährlich ist sich über wissenschaftliche Erkenntnisse mittels ICQ&Co auszutauschen. Und Googles Online-Office “Text & Tabellen“? Auch da könnte es sein, dass die erstellten Inhalte Beine bekommen (Bericht auf Golem.de; Entsprechender Paragraf bei Google).

Also aufgepasst beim all zu sorglosen Umgang mit den im Internet angebotenen Diensten und den eigenen Daten!

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Eine Antwort zu “Die Sache mit den Nutzungsrechten”

  1. tobe sagt:

    joa… adobe hat ja fix reagiert und die agbs angepasst, nachdem der aufschrei groß war…
    umso beängstigender, dass google mit viel krasseren sachen überall die jahre durchgekommen ist und es immer noch tut